Tag: Montagsdemo

  • “Alle in schwarz!” – Neue junge Neonazis und die Gruppe “Chemnitz Revolte”

    Die "Chemnitz Revolte" am 19.10.2024 auf einem Aufmarsch in Berlin (Quelle: Pressefuchs)
    Die “Chemnitz Revolte” am 19.10.2024 auf einem Aufmarsch in Berlin (Quelle: Pressefuchs)

    Im Sommer 2024 sorgten hunderte, meist sehr junge Neonazis mit ihrem Auftreten auf Demonstrationen gegen zahlreiche Christopher Street Days (CSDs) für Aufsehen. Vielen schien es, als kämen diese zuvor politisch noch nicht in Erscheinung getretenen Personen und Gruppen aus dem Nichts. Umso größer waren die Schlagzeilen, denn mit dem Auftreten dieser neuen rechten Generation zeigte sich eine besorgniserregende Entwicklung: Im Zuge der sächsischen Kommunalwahlen 2024 wurden Wahlkämpfer*innen angegriffen, u.a. der SPD-Politiker Matthias Ecke, im September griffen junge Neonazis, die von einem Protest gegen einen CSD kamen, brutal eine Frau in einem Linienbus an, im Dezember schlugen junge Männer aus Sachsen-Anhalt, die aus ebendieser Szene stammen, ein SPD-Wahlkampfteam in Berlin zusammen. In Görlitz kam es schließlich kurz vor Weihnachten zu einem Angriff u.a. auf Linken-Politiker*innen, der Anführer der sogenannten “Elblandrevolte” soll daran beteiligt gewesen sein.

    Bei den Landtagswahlen 2024 wählten 31% der 18-24-Jährigen in Sachsen die AfD, bei U18- und U16-Wahlen fiel die Zustimmung oftmals noch wesentlich höher aus. Junge Neonazis fallen in vielen sächsischen Städten im Stadtbild auf und scheinen die Jugendkultur zu dominieren. In Chemnitz bildete sich im Rahmen dieser Entwicklung die Gruppe “Chemnitz Revolte” heraus, die im Folgenden näher betrachtet wird.

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